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Ethereum Infos

Ethereum ist nach Bitcoin die zweitgrößte Kryptowährung nach der Marktkapitalisierung. Doch Ethereum ist weit mehr als nur eine digitale Währung. Ethereum wurde 2013 von Vitalik Buterin, einem kanadischen Bitcoin-Prgrammierer entwickelt und im Jahr 2015 in Betrieb genommen. Man muss dabei Ethereum (ETH) von Ethereum Classic (ETHC) unterscheiden.

Im Jahr 2016 kam es zu inhaltlichen Auseinandersetzungen unter den Entwicklern was zu einer Abspaltung geführt hat. Die Funktionsweise von Ethereum kann man am besten im Vergleich zu Bitcoin erklären.

Offizielle Ethereum Seite

Offizielle Ethereum Seite - ethereum.org

Auf der Blockchain von Ethereum werden, genau wie bei Bitcoin, Transaktionen verschlüsselt dargestellt, welches die Grundstruktur einer jeden Kryptowährung ist. Was Ethereum aber so besonders macht, sind die weiteren dynamischen Elemente die mit der Blockchain verknüpft sind, die sogenannten Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Algorithmen und Protokolle die als dApps (Decentrelized Application) von einer virtuellen Laufzeitumgebung, der Ethereum Virtual Machine ausgeführt werden. Die Blockchain ist somit keine reine Liste von Transaktionen, sondern beinhaltet die dargestellten kryptografischen Verfahren die die Authentizität und Korrektheit großer automatischer ablaufenden Transaktionszyklen und - ketten beinhaltet.

Mit anderen Worten, Ethereum bietet die Möglichkeit, bestehende Prozesse zu automatisieren und zu vereinfachen wie zum Beispiel Lohnabrechnungen oder Steuerabgaben an das Finanzamt. Die Anwendungsmöglichkeiten dieses Konzeptes sind gigantisch und zur Zeit nur kaum überschaubar. Hier eine kleine Auflistung potentieller Einsatzmöglichkeiten: Finanzgeschäfte & Kapitalmarkt, Immobilien: Grundbucheinträge, Notariatswesen, Politische Wahlen und Abstimmungen, Energiewirtschaft, Logistik & Lieferketten und vieles mehr.

dApps (Decentrelized Application)

dApps (Decentrelized Application) - ethereum.org

Die Technologie erlaubt es Smart Contracts und dApps zu entwickeln. Um diese beiden Begriffe auch vollends zu verstehen bedarf es erst mal einem Verständnisses des zentralisierten Internets.

Unsere persönlichen Daten, wie Passwörter, Bilder, Dokumente oder sensible Finanzdaten liegen zu meist in der Cloud, oder anders ausgedrückt, auf einer Serverfarm. Wie mit jeder Technologie gibt es Vor- und Nachteile. Diese zentralisierte Struktur erlaubt es vielen Menschen und Kleinunternehmen ihre Webprojekte in guter Qualität zu hosten oder größere Datenmengen auszulagern um dann gemeinsam mit anderen an ihnen zu arbeiten.

Der Nachteil an der Zentralisierung ist die Verletzlichkeit des Netzwerks. Gerade in jüngster Zeit sind Übergriffe auf größere Netzwerke in Medien beleuchtet worden und die Risiken die damit verbunden sind, sollt man nicht unterschätzen. Bei den meisten Hostingprovider muss man seine Rechte an den Dateien abtreten. Facebook, Google und Co. behalten sich das Recht vor, die hochgeladen Daten zu ihrem Eigentum zu machen. Man muss sich nur mal eine App aus dem GoogleStore oder dem AppStore runter laden und man wird sofort gebeten seine Passwörter, Bilder usw. für den Gebrauch der App abzutreten.

Die dApps sollen dem ganzen wieder einen Riegel vorschieben und die Daten und Rechte wieder in die Hand des Users geben, denn niemand sollte Kontrolle über private Informationen eines anderen haben.

Ethereum Währung

Die Währung Ether ist ist im Vergleich zu dem Bitcoin komplett anders aufgebaut. Anstatt wie bei Bitcoin die Gesamtzahl der erzeugten Coins zu begrenzen, hat man sich für eine deflationäre Form der Kryptowährung entschieden. Die jährliche Anzahl neuer Ether Münzen ist aber durch einen speziellen Algorithmus begrenzt. Es wird, ähnlich wie beim Bitcoin, alle 12-15 Sekunden ein neuer Block erzeugt der 5 Ether beinhaltet. Dies wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern.

Beim Minen von Ethereum ist zu beachten, dass die Währung gewollt deflationär gestaltet ist. Während es bei Bitcoin immer schwieriger wird neue Coins durch das Mining zu erlangen, bleibt bei Ethereum der Schwierigkeitsgrad immer gleich. Beim Bitcoin nimmt mit der Zeit die Anzahl der verfügbaren Tokens in einem Block ab, was zu weniger Profit durch das Mining führen wird. Bei Ethereum sinkt aber dafür der einzelne Währungseinheit, der Schwierigkeitsgrad bleibt der gleiche. Beim Bitcoin als auch Ethereum lohnt sich daher der frühzeitige Einstieg.

Der Gedanke einer deflationären Währung kann man wohl damit erklären, dass dies zu Investments in dieser Währung einlädt. Es ist attraktiver gleich wieder anzulegen oder Gelder auszugeben, da man sich zum jetzigen Zeitpunkt mehr leisten kann (Währungsschwankungen ausgenommen).

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